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Berufe im Bauwesen: Klassische und digitale Berufsbilder im Überblick

Wer an das Bauen denkt, hat oft die klassischen Berufe im Bauwesen wie Maurer, Zimmerer oder Beton- und Stahlbetonbauer vor Augen. Doch Bauen ist weit mehr als Mauern oder Dachdecken.
Moderne Bauprojekte sind ein komplexes Unterfangen. Die Vielfalt der Berufe im Bauwesen, vom klassischen Handwerk über Planung und Projektsteuerung bis hin zu BIM-Spezialisten und Nachhaltigkeitsexperten, steht sinnbildlich für die enorme Komplexität moderner Bauprojekte. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung eines Bauobjekts ist eine Vielzahl an Fachkräften und Spezialisten mit spezifischen Kenntnissen und Fähigkeiten notwendig.
Neue, innovative Bauverfahren, digitale Werkzeuge und der Trend zur Nachhaltigkeit haben starken Einfluss auf die Arbeitsweise beim Bauen und schaffen völlig neue Berufsbilder. Die vielen verschiedenen Berufe im Bauwesen spiegeln die rasante Entwicklung und die fortschreitende Digitalisierung der Branche wider.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf spannende Berufe im Bauwesen. Gegliedert nach den einzelnen Phasen im Bauprozess stellen wir typische Berufe im Bauwesen vor. Zudem gehen wir auf digitale Werkzeuge und Software für diese Berufe ein.
Berufe in klassischen Baubereichen
Die klassischen Baubereiche sind der Hochbau, der Tiefbau und der Ausbau. Der Hochbau umfasst Bauprojekte, bei denen in die Höhe gebaut wird, wie Wohn-, Büro- oder Fabrikgebäude.
Der Tiefbau befasst sich mit Bauwerken unterhalb oder auf der Höhe der Erdoberfläche. Dazu gehören beispielsweise der Straßen-, Kanal- oder Tunnelbau.
Im Bereich Ausbau geht es um die Ausstattung und die Installationen der Gebäude. Das umfasst zum Beispiel Heizungstechnik, Stromversorgung, Sanitäranlagen oder Fußböden.
In all diesen drei Bereichen sind viele verschiedene Fachkräfte tätig. Manchmal werden sie einfach nur als „Bauarbeiter“ bezeichnet, was viel zu oberflächlich ist und den spezifischen Fertigkeiten der einzelnen Berufe im Bauwesen in keiner Weise gerecht wird.
Für unseren Artikel über die Berufe im Bauwesen haben wir uns dazu entschieden, die verschiedenen Berufe nach den einzelnen Phasen im Bauprozess und nicht nach den klassischen Baubereichen Hoch-, Tief- und Ausbau aufzuteilen und vorzustellen. Einige der typischen „Bauarbeiterberufe“ wie Maurer, Rohrleitungsbauer oder Trockenbauer aus den klassischen Baubereichen finden Sie im Abschnitt „Ausführung & Handwerk“.
Bauwesen-Berufe im Bauprozess

Wie gerade ausgeführt, erfolgt die Vorstellung der verschiedenen Berufe im Bauwesen gegliedert nach den einzelnen Phasen im Bauprozess. An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass es sich bei den vorgestellten Berufen um von uns ausgewählte, typische Bauwesen-Berufe handelt. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll exemplarisch für typische Bauwesen-Berufe gelten.
a) Planung & Koordination
Im Folgenden finden Sie typische Berufe, die in der Vorbereitung und Steuerung von Bauprojekten, vom Entwurf bis zur Umsetzung, unerlässlich sind.
Bauplaner
Üblicherweise arbeiten Ingenieure oder Architekten mit einer abgeschlossenen Hochschul- oder Fachhochschulausbildung als Bauplaner. Ihre Aufgaben sind vielfältig und umfassen sowohl Planungs- und Beratungs- als auch Überwachungstätigkeiten. Sie erstellen Baupläne, sorgen für die Einhaltung des Baubudgets, koordinieren die Ressourcen, stellen sicher, dass die Bauvorschriften eingehalten werden, und überwachen den Fortschritt des Bauprojekts. Um es zusammenfassend und kurz zu sagen: Bauplaner verantworten Bauprojekte von der Konzeption bis zu ihrer Fertigstellung. Unser Blogartikel über Bauplaner informiert Sie ausführlich über die spannenden Aufgaben des Berufs.
Architekt/in
Architekten und Architektinnen entwerfen, gestalten und planen Gebäude aller Art. Um funktionale und gleichzeitig ästhetische Bauwerke entstehen zu lassen, verbinden sie technisches Wissen mit Kreativität. Neben den planerischen Tätigkeiten umfasst das Berufsbild des Architekten auch die Begleitung der Realisierung eines Bauprojekts. Dabei sind Architekten für die korrekte technische, funktionale und gestalterische Umsetzung des Bauvorhabens verantwortlich. Auch Kostenschätzungen, Kostenkalkulationen und die Kostenkontrolle zählen zu ihren Aufgaben. Architekten benötigen ein erfolgreich abgeschlossenes Architekturstudium und müssen von den Architektenkammern der Bundesländer eingetragen sein.
Bauleiter/in
Aufgabe eines Bauleiters oder einer Bauleiterin ist es, komplexe Projekte mit vielen Beteiligten zu steuern und zu koordinieren. Sie sorgen dafür, dass Bauprojekte termin- und budgetgerecht sowie in der gewünschten Qualität umgesetzt werden. Dafür arbeiten sie sowohl im Büro als auch auf der Baustelle vor Ort. Ihr Verantwortungsbereich umfasst den kompletten Ablauf einer Baumaßnahme. Bauleiter sind Bindeglied zwischen Bauherr, Architekt, Ingenieuren und ausführenden Unternehmen und übernehmen häufig Vorgesetztenfunktionen. Sie benötigen Organisationstalent, Durchsetzungsvermögen und technisches Know-how. Möchten Sie sich ausführlicher über den Beruf des Bauleiters informieren, bietet Ihnen unser Artikel „Der Bauleiterberuf: Die zentrale Figur im Baugeschehen“ viele interessante Informationen.
Baukoordinator/in
Baukoordinatoren planen, organisieren und überwachen die Abläufe eines Bauprojekts. Sie sorgen für eine effiziente Zusammenarbeit der Beteiligten und für die Einhaltung der Qualitäts-, Termin- und Budgetvorgaben. Ihre Aufgaben sind aber auch gesetzlich geregelt. In ihrer gesetzlichen Rolle werden sie als Koordinatoren für Sicherheit und Gesundheitsschutz (SiGeKo) bezeichnet. Sie achten auf mögliche gegenseitige Gefährdungen der auf der Baustelle tätigen Arbeiter der unterschiedlichen Auftragnehmer und planen und überwachen die Maßnahmen zur Unfallvermeidung und zum Gesundheitsschutz. Kurzum: Die Baukoordinatoren sorgen dafür, dass die Sicherheit auf der Baustelle nicht zu kurz kommt. Unser Blog-Artikel über Baukoordinatoren informiert Sie ausführlich über den Beruf.
BIM-Manager/in
Aufgabe eines BIM-Managers ist es, BIM-Prozesse in Bauunternehmen oder in Architektur- und Ingenieurbüros und in anderen Baubereichen zu entwickeln und einzuführen. Sie erstellen BIM-Strategien und treiben ihre Umsetzung voran. Auch konkrete technische Entwicklungen für die verschiedenen BIM-Prozesse und die Steuerung von BIM-Projekten zählen zu ihrem Aufgabenbereich. BIM-Manager sorgen dafür, dass alle Projektbeteiligten effizient mit den digitalen Gebäudemodellen arbeiten. Mehr nützliche Informationen über den Beruf des BIM-Managers finden Sie in unserem Blogartikel.
BIM-Koordinator/in
BIM-Koordinatoren setzen die Vorgaben des BIM-Managers in der praktischen Projektarbeit um. Sie prüfen und pflegen 3D-Modelle, kontrollieren die Datenqualität und stellen sicher, dass die Fachdisziplinen ihre Modelle korrekt und kompatibel liefern. Darüber hinaus organisieren sie Modellprüfungen, lösen technische Konflikte und dokumentieren Änderungen. Der BIM-Koordinator ist die operative Schnittstelle zwischen Planung, Ausführung und BIM-Management. Durch die Sicherstellung eines fehlerfreien Datenaustauschs und einer korrekten technischen Umsetzung der BIM-Prozesse trägt der BIM-Koordinator dazu bei, dass die BIM-Ziele des Projekts erreicht werden. Unser Blog-Artikel über den BIM-Koordinator informiert Sie ausführlich über den Beruf.
Bauingenieur
Bauingenieure setzen Bauprojekte technisch um und arbeiten eng mit Architekten und Bauleitern zusammen. Sie führen Statikberechnungen durch, wählen Baumaterialien aus, entwickeln Bauverfahren und überwachen die technische Umsetzung. Hierfür verbinden sie ihr Ingenieurwissen mit Projektmanagementaufgaben. Der Beruf erfordert ein technisch präzises, verantwortungsbewusstes Arbeiten.
b) Technik & Vermessung
Die Fachkräfte aus dem Bereich Technik und Vermessung liefern die Daten und Pläne, die als Informationsgrundlage für die Bauprojekte dienen und auf denen alles aufgebaut wird. Typische Berufe aus diesem Bereich sind:
Vermessungstechniker/in
Vermessungstechniker messen Grundstücke aus, erfassen Geländedaten und fertigen digitale Karten und Pläne an. So sorgen sie dafür, dass Bauprojekte auf einer präzisen und sicheren Grundlage entstehen können. Ihre Arbeit erfordert den Umgang mit modernen Geräten wie GPS-Systemen, Tachymetern oder Drohnen. Neben der Arbeit vor Ort gehört vor allem die Arbeit am Computer mit spezieller CAD- und GIS-Software zum Berufsalltag ihres Tätigkeitsbereichs.
Geomatiker/in
Aufgabe von Geomatikern ist es, raumbezogene Daten für Bauprojekte und Geoinformationssysteme zu verarbeiten, zu analysieren und darzustellen. Der Beruf verbindet Vermessungstechnik mit moderner Datenverarbeitung. Geomatiker erfassen Geoinformationen aus Vermessungen, Satellitenbildern, Drohnenaufnahmen und anderen Quellen und bereiten sie für die Planungsprozesse auf. Sie decken die gesamte Prozesskette der Geodatenbearbeitung ab. Schlüsselkompetenzen des Berufs sind Präzision, IT-Kenntnisse und analytisches Denkvermögen.
Bauzeichner/in
Bauzeichnerinnen und Bauzeichner setzen die Entwürfe der Architekten oder Ingenieure in detaillierte technische Zeichnungen und Pläne um. Sie erstellen beispielsweise Grundrisse, Schnitte und Ansichten von Bauobjekten, die für Bauanträge und für die korrekte technische Umsetzung benötigt werden. Die Pläne und Zeichnungen entstehen heute überwiegend digital und CAD-gestützt.
Baugeräteführer/in
Baugeräteführer steuern und bedienen die Baumaschinen auf den Baustellen. Dazu gehören zum Beispiel Bagger, Kräne, Walzen oder Planierraupen, die für Erdarbeiten, Straßenbau oder Hochbauprojekte verwendet werden. Die Baugeräteführer sorgen dafür, dass diese Geräte sowohl effizient als auch sicher eingesetzt werden. Auch die Wartung und kleinere Reparaturen an den Baumaschinen können zu ihrem Aufgabenbereich gehören.
Bauinformatiker/in
Der Beruf des Bauinformatikers verbindet das Bauwesen mit IT-Know-how. Aufgabe des Bauinformatikers ist es, Softwarelösungen wie CAD- oder BIM-Systeme, Baustellen-Apps oder Projektmanagementwerkzeuge für die Planung, Ausführung und Verwaltung von Bauprojekten zu entwickeln und zu betreuen. So sorgt er für die digitale Vernetzung der am Bauprojekt Beteiligten. Technisches Verständnis für Bauprozesse und fundierte Kenntnisse in Programmierung, Datenbanken und IT-Sicherheit sind Grundvoraussetzungen für die Ausübung des Berufs.
c) Ausführung & Handwerk
Hier finden sich klassische handwerkliche Bauberufe der drei Bereiche Tiefbau, Hochbau und Ausbau. Die in diesen Berufen tätigen Fachkräfte setzen das Geplante um, vom Rohbau bis zum Innenausbau. Für die handwerklichen Berufe sind ein hohes Maß an Geschick, Präzision, technischem Verständnis und körperlicher Belastbarkeit gefragt. Typische Berufe in Ausführung und Handwerk sind:
Hochbau: Maurer/in, Beton- und Stahlbetonbauer/in, Zimmerer/Zimmerin
Maurer errichten Wände, Decken und andere Mauerwerke. Dafür verwenden sie Ziegel, Betonsteine und weitere Materialien. Oft führen Maurer bei kleineren Bauprojekten auch Beton-, Stahlbeton- oder Estricharbeiten aus.
Beton- und Stahlbetonbauer fertigen und montieren Bauteile aus Beton und Stahlbeton. Das sind beispielsweise Fundamente, Decken oder Stützen. Für diese Betonbauteile müssen Schalungen erstellt, Bewehrungsstahl gebogen, geflochten und verlegt und Betonmischungen gegossen werden.
Zimmerleute arbeiten vorwiegend mit Holz. Sie fertigen Holzkonstruktionen wie Dachstühle, Holzrahmenbauten oder Fachwerkkonstruktionen an oder realisieren die Konstruktionen für komplette Holzhäuser. Oft gehören auch Innenausbauten oder das Montieren von Fenstern, Türen, Treppen und anderen Komponenten zu ihrem Aufgabenbereich.
Tiefbau: Straßenbauer/in, Rohrleitungsbauer/in, Brückenbauer/in
Aufgabe der Straßenbauer ist es, Verkehrsflächen wie Straßen, Gehwege oder Plätze zu errichten oder zu sanieren. Im Rahmen dieser Aufgabe bereiten sie den Untergrund vor, verlegen Beläge wie Asphalt oder Pflastersteine und implementieren Entwässerungssysteme.
Rohrleitungsbauer verlegen und montieren Rohrsysteme für Wasser, Gas oder Fernwärme. Hierfür müssen Rohrtrassen vorbereitet, Rohre verschweißt oder verschraubt und Dichtigkeitsprüfungen vorgenommen werden.
Brückenbauer sind für das Errichten und Instandhalten von Brücken, zum Beispiel aus Stahl, Beton oder Holz, zuständig. Hierfür erstellen sie Tragwerke, montieren Bauteile und fügen komplexe Brückenkonstruktionen zusammen.
Ausbau: Trockenbauer/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in, Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik
Trockenbauer erstellen nicht tragende Innenwände, Decken oder Verkleidungen, beispielsweise aus Gipskarton- oder Gipsfaserplatten. Das erfordert das Installieren der Unterkonstruktionen, das Verlegen von Dämmstoffen, das Anbringen der Gipsplatten und die Aufbereitung der Oberflächen für die Weiterverarbeitung.
Aufgabe von Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern ist es, Wände und Bodenflächen, beispielsweise in Bädern oder Küchen und in anderen Räumen und Gebäudebereichen, mit Fliesen, Naturstein oder Mosaiken zu gestalten. Für diese Gestaltung bereiten sie den Untergrund vor, verlegen das Material und führen das Verfugen durch.
Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik planen, installieren und warten elektrische Anlagen für die Stromversorgung, Beleuchtung, Kommunikationstechnik oder für die Gebäudeautomation. Sie verlegen Leitungen, schließen Geräte und Systeme an und programmieren intelligente Gebäudetechnik.
d) Qualität, Nachhaltigkeit & Sicherheit
Im Bereich Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit finden sich die Experten, die sicherstellen, dass die Bauwerke umweltgerecht, sicher und hochwertig entstehen. Typische Berufe dieses Bereichs sind:
Bauphysiker/in
Bauphysiker analysieren und optimieren die physikalischen Gebäudeeigenschaften. Sie befassen sich mit dem Wärmeschutz und der Energieeffizienz, mit dem Schallschutz, dem Feuchtigkeitsschutz oder dem Brandschutz. Für diese Zwecke führen sie Berechnungen und Simulationen durch oder erstellen Gutachten. Der Beruf kombiniert Kenntnisse in Physik, im Bauwesen und in der Materialkunde mit der Anwendung von Analyse- und Simulationssoftware.
Umweltschutztechniker/in
Umweltschutztechniker entwickeln und überwachen Maßnahmen zur Minimierung der Umweltbelastung von Bauprojekten. Sie erstellen Umweltgutachten, begleiten Genehmigungsverfahren und führen Prüfungen der Boden-, Wasser- und Luftqualität durch. Hierfür erforderlich sind Kenntnisse im ökologischen und nachhaltigen Bauen, im Umweltrecht und in messtechnischen Verfahren.
Baustoffprüfer/in
Die Aufgabe von Baustoffprüfern ist es, die Qualität und Eignung von Baustoffen wie Beton, Asphalt, Stahl und anderen Materialien zu prüfen. Sie entnehmen Proben, führen Untersuchungen durch und erstellen Ergebnisdokumentationen. Die Arbeit der Baustoffprüfer findet sowohl im Labor als auch direkt auf der Baustelle vor Ort statt.
Sicherheitskoordinator/in
Sicherheitskoordinatoren sind für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz auf den Baustellen verantwortlich. Sie erstellen Sicherheitskonzepte, überwachen deren Umsetzung und Einhaltung und führen Schulungen für die Beschäftigten durch. Der Beruf erfordert Kenntnisse im Arbeitsschutzrecht, im Gesundheitsschutz, in der Gefahrenanalyse und in bauspezifischen Sicherheitsmaßnahmen.
Digitale Werkzeuge und Software für Berufe im Bauwesen
Die Digitalisierung verändert alle Phasen eines Bauprojekts und damit auch die Berufe im Bauwesen. Mithilfe moderner Technologien, digitaler Werkzeuge und spezialisierter Bausoftware lassen sich viele Aufgaben effizienter, schneller und sicherer erledigen. Auch völlig neue Arbeitsmethoden können erschlossen werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen exemplarisch einige digitale Werkzeuge und Softwarelösungen für Berufe im Bauwesen kurz vor.
a) Drohnen & Laserscanner
Mithilfe von Drohnen lassen sich schnell und kostengünstig präzise Luftaufnahmen von Baustellen oder Baugrundstücken erstellen. Die ferngesteuerten Flugobjekte liefern mit ihren Kameras und Sensoren hochauflösende Bilder, Videos und 3D-Daten.
Diese lassen sich beispielsweise für die Baufortschrittskontrolle oder für Dokumentationen verwenden. Besonders effizient und hilfreich wird der Einsatz von Drohnen, wenn er mit der LiDAR-Technik (LiDAR – Light Detection and Ranging) kombiniert wird. Gelände- und Gebäudestrukturen können dann millimetergenau erfasst werden. In den letzten Jahren wurde das LiDAR-Verfahren signifikant verbessert. Drohnenbefliegungen und die LiDAR-Technik liefern Ergebnisse in einer so hohen Qualität, dass die detailreichen, klassifizierten Punktwolken eins zu eins in BIM-Modelle übernommen und Berechnungen unmittelbar ohne Überarbeitung oder weitere Zwischenschritte vorgenommen werden können.
Dank Drohnen und Laserscannern starten Bauunternehmen oder Ingenieurbüros beispielsweise direkt mit der Bearbeitung von Infrastrukturprojekten in einer CAD-Planungssoftware wie RIB Civil. Drohnen und Laserscanner entwickeln sich daher zu einer Art Standard für vermessungstechnische Berufe im Bauwesen und machen manuelle Vermessungsarbeiten mehr und mehr überflüssig.
b) Mobile Baustellenapps
Mobile Baustellenapps vernetzen die Planung, Ausführung und Verwaltung von Bauprojekten in Echtzeit. Sie ermöglichen Fotodokumentationen, Mängelerfassung, Baufortschrittsberichte und digitales Bautagebuch direkt vor Ort.
Eine führende Lösung ist RIB Site, die besonders für die projektübergreifende Zusammenarbeit optimiert ist. RIB Site fungiert als eine umfassende, mobile Schalt- und Steuerzentrale für die Baustellenkoordination. Die Software ist speziell für die Anforderungen der Baubranche entwickelt und eignet sich gleichermaßen für Projektmanager, Bauleiter und Auftragnehmer.
Den Projektmanagern bietet RIB Site auf einer einzigen Plattform einen umfassenden Einblick in den Status einer Baustelle. Bauleiter haben mit RIB Site zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf alle wichtigen Projektinformationen. Auch die unternehmensübergreifende Organisation von Dokumenten, Prozessen und Informationen für Auftragnehmer, Projektpartner oder Subunternehmen ist mit RIB Site kein Problem. Zu den nützlichen Funktionen der Baustellenapp RIB Site für die verschiedenen Berufe im Bauwesen zählen Bautagebuch, Mängelmanagement, Planverwaltung und digitale Bauprojektakte, alles organisiert in einem cloudbasierten Projektraum.
c) VR/AR & Simulation
Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gewinnen im Bauwesen stark an Bedeutung. Sie unterstützen Fachkräfte verschiedener Berufe im Bauwesen und verändern die Art und Weise, wie Bauwerke geplant, visualisiert und umgesetzt werden.
Mithilfe von Virtual Reality können Bauherren, Bauplaner oder Architekten geplante Gebäude in einer virtuellen Umgebung begehen, lange bevor der erste Spatenstich erfolgt ist. Räume, Dimensionen und technische Details oder eingesetzte Materialien lassen sich realitätsnah erleben, simulieren und überprüfen.
Augmented Reality kann für die Montageunterstützung auf der Baustelle zum Einsatz kommen. Monteure bekommen Baupläne, Installationsanleitungen, Leitungsverläufe oder Sicherheitsanweisungen direkt in ihr Sichtfeld eingeblendet. Alle benötigten Montageinformationen sind so unmittelbar verfügbar. Das verbessert die Qualität und Geschwindigkeit der Arbeit und senkt die Fehlerquote.
Neben Virtual und Augmented Reality spielen digitale Simulationen eine immer wichtigere Rolle in der Bauplanung. Über digitale Simulationen lassen sich bereits in der Entwurfsphase beispielsweise Tragwerksberechnungen oder Nachhaltigkeitsanalysen durchführen. Baufehler werden vermieden, Kosten gesenkt und nachhaltige Lösungen entwickelt.
d) Bauprojektmanagement-Software
Moderne Bauprojektmanagement-Software bündelt Planung, Kostenkontrolle und Ressourcenmanagement in einem System. RIB iTWO ist eine führende Plattform für Baumanagement, BIM-basierte Projektsteuerung, Baukalkulation und Angebotserstellung, mit der sich die Effizienz und Transparenz von Bauprojekten steigern lassen.
Die Software deckt die Aufgaben von Bauplanern, Bauunternehmern und Bauherren bei der Planung und Ausführung von Hoch-, Tief- und Straßenbauprojekten modular ab. Dank einer durchgängigen Vernetzung von Daten und Prozessen über den gesamten Projektlebenszyklus erhalten die Fachkräfte der planerischen oder koordinierenden Berufe im Bauwesen über eine einzige Quelle eine umfassende Übersicht über alle wichtigen Informationen eines Bauprojekts.
BIM wird durchgängig unterstützt, von der Planung über die Beauftragung bis zur Bauausführung und zum Projektabschluss. Eines der Alleinstellungsmerkmale von RIB iTWO ist die umfassende Integration von Kosten- und Nachhaltigkeitsinformationen. Durch diese einzigartige Kombination können Nachhaltigkeitskriterien direkt in den Vergabeprozess einbezogen werden. Vielfältige Integrationsmöglichkeiten und offene Integrationsstandards runden das Leistungsportfolio von RIB iTWO ab.
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