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Neubau Werk und Zentrale Fliegl Agrartechnik. Mühldorf

Zentrale der Fliegl Agrartechnik
Neubau Werk und Zentrale der Fliegl Agrartechnik in Mühldorf. Bild: Laumer Komplettbau GmbH

Großprojekt für einen Global Player

Das mit der Verlagerung des Hauptsitzes der Firma Fliegl Agrartechnik GmbH von Töging nach Mühldorf neu gebaute Werk dokumentiert in beeindruckender Weise die Entwicklung der in der Agrartechnik tätigen Firma zu einem weltweit agierenden Unternehmen. Dies spiegelt sich schon in den Ausmaßen des innerhalb von drei Jahren geplanten und errichteten Werks wider, das auf rund 30 Hektar Grund im Norden von Mühldorf in Oberbayern entstanden ist. Ausgeführt wurde das Projekt in der zeitgemäßen und zeitsparenden Bauweise aus massiven Stahlbetonfertigteilen.

 

Arbeiten in verschiedenen Planungsteams

Der vom Architekturbüro Reithmeier in Neuötting geplante erste Bauabschnitt umfasst die Fahrzeugfertigungshalle mit Reifen- und Hochregallager sowie den angeschlossenen Verwaltungsbau und die Technikzentrale zur  Energieversorgung. Ihm folgte der zweite Bauabschnitt, welcher ein Ausstellungsgebäude mit Büroräumen, einen repräsentativen Pfortenbereich sowie den Sozialtrakt und die Verladehalle umfasst. Die Planung und Konzeption  ieses Bauabschnitts wurde vollständig von Laumer Ingenieurbüro GmbH übernommen. Dabei stellte der Bauherr höchste Anforderungen an die architektonische Gestaltung, denn der Bereich des Ausstellungs- und Verkaufsgebäudes soll die aktuellen Firmenprodukte in einem geeigneten und ansprechenden Ambiente präsentieren.

Aufgrund der Nähe zum Standort Mühldorf und der stets hervorragenden Qualität, die das Bauunternehmen in der Vergangenheit geliefert hatte, fiel die Entscheidung für die Laumer Bautechnik GmbH, Bereich Komplettbau, im  benachbarten Massing. Eine Baumaßnahme im Teilschlüsselfertigbau, die es wahrlich in sich hatte: Die niederbayerische Fertigteilfirma war gefordert, 3.120 Fertigteile zu produzieren und auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 13 Fußballfeldern – zu bebauen. 10.400 Kubikmeter Beton, 65 Tonnen Spannstahl und 1.400 Tonnen Betonstahl wurden in Mühldorf insgesamt verbaut. Eine enorme Herausforderung für alle Baubeteiligten der Laumer Bautechnik GmbH. Seit Anfang des Jahres 2010 haben die Planer insgesamt 1.500 Fertigteilpläne für die beiden doch so unterschiedlichen Bauabschnitte gezeichnet.

 

Ingenieur-Know-how auf höchstem Niveau

Die Fahrzeugfertigungshalle wurde als klassischer Betonfertigteil-Skelettbau mit Spannbetonbindern, Fertigteilstützen und Fertigteilköcherfundamenten ausgeführt. Bei einer Gesamtlänge von 375 Metern, einer Breite von 155 Metern sowie einer Höhe von 12,80 Metern stellt diese Halle den weit größten Gebäudeteil des gesamten Bauvorhabens dar. Um in der Fertigungshalle eine möglichst hohe Funktionalität und größtmögliche Freiheit für die Produktion zu erreichen, wurde vom Bauherrn im Halleninneren ein großzügiges Stützenraster mit 12 Metern Stützenabstand in Längsrichtung und 22 Metern Stützenabstand in Hallenquerrichtung vorgegeben. Eine besondere statisch-konstruktive Herausforderung stellte die Berücksichtigung der für die Produktion erforderlichen Kranbahnsysteme dar. Insgesamt wurden im gesamten Hallenbereich über 90 Brücken- und Wandlaufkräne mit Tragfähigkeiten zwischen 5 bis 20 Tonnen eingebaut, die statisch in ihrer wechselseitigen Auswirkung auf die Tragkonstruktion berücksichtigt werden mussten.

 

Fliegl Ausstellungshalle, Ausstellungsgebäude mit Bürobereich

Fliegl Ausstellungshalle, Ausstellungsgebäude mit Bürobereich

FT Stützen Fahrzeugfertigungshalle

FT Stützen Fahrzeugfertigungshalle

Vierendeelträger

Vierendeelträger und Stützen mit Doppelkonsolen und komplexen Krahnbahnlasten

Perfektion im Fertigteilbau als Ziel

Das gesamte Bauvorhaben war durch eine Vielzahl von Besonderheiten und Herausforderungen geprägt. Sie ergaben sich zum einen aus der Größe des gesamten Bauvorhabens und zum anderen aus den sehr unterschiedlichen  ästhetischen und statischen Anforderungen der verschiedenen Gebäudeeinheiten. Die Ingenieure von Laumer, die im Rahmen dieser Baumaßnahme neben der Tragwerksplanung auch die Architektur verantworteten, nahmen diese  Herausforderung gerne an. Sie entwickelten verschiedene Lösungsvarianten mit dem Ziel, einen perfekten Fertigteilbau mit vielen anspruchsvollen Besonderheiten zu realisieren - ein Anspruch, der ihnen abschließend auch aus der Sicht des Auftraggebers gelungen ist.

 

Software als Fundament für den Projekterfolg

Die Ingenieure bei Laumer vertrauen seit vielen Jahren auf die Berechnungs- und Bemessungssysteme aus dem Hause RIB. Das Programm STUR für die Berechnung von Stabtragwerken im Hochbau bot umfassende Unterstützung bei der kniffligen Lastfallberechnung für die 90 Kräne in der Fertigungshalle. FETT, die RIB-Lösung zur Bemessung von Fertigteilträgern, wurde bei beiden Maßnahmen umfassend eingesetzt. So konnten die Ingenieure dank FETT beispielsweise die Komplexität der Berechnungen für die Dachkonstruktion des Büro- und Ausstellungsgebäudes mit enormen Spannweiten und entsprechend hohem Gewicht erheblich reduzieren. Bei den runden Fassadenstützen setzten die Tragwerksplaner auf das RIB-Programmsystem HOST. Die entsprechende FEM-Software unterstützte die Ingenieure bei der Berechnung und Bemessung der Deckensysteme. Etwa 1000 m² CAD-Pläne wurden mit ZEICON erstellt. Für die gesamte Baumaßnahme kam nahezu die gesamte Produktpalette der RIB-Programme zum Einsatz. Effiziente und zuverlässige Softwaresysteme in der Tragwerksplanung sind die unabdingbare Voraussetzung, um Projekte wie diese termingerecht und auf hohem Qualitätsniveau stemmen zu können.
 

 

» Für die Baumaßnahme kam nahezu die gesamte Produktpalette der RIB-Programme zum Einsatz. Effiziente und zuverlässige Softwaresysteme in der Tragwerksplanung sind die unabdingbare Voraussetzung, um Projekte wie diese termingerecht und auf hohem Qualitätsniveau stemmen zu können.

Dr.-Ing. Christoph Schmidhuber, Laumer Ingenieurbüro GmbH, Massing

 

Eckdaten

Auf einer umbauten Fläche von mehr als 70.000 m² entstand damit eine komplett neue Produktions- und Verwaltungsstätte für ein Maschinenbauunternehmen von Weltrang. Insgesamt wurden dafür über 3.000 Betonfertigteile mit einem Volumen von mehr als 10.000 m³ Beton verbaut.

  • Mehr als 70.000 m² bebaute Fläche
  • 3.120 Teile und 10.400 m³ Fertigteile

Stahl:

  • BA I: 996 to Rundstahl, 117 to Matten, 58,5 to Spannstahl
  • BA II: 204 to Rundstahl und Matten, 6,51 to Spannstahl
  • Summe: 1317 to Stahl und 65 to Spannstahl

 

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