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Kollisionsfrei planen mit nur einem Programm

Geschäftshaus Maternusplatz
Als Basis für eine vollkommen durchgängige, weitestgehend kollisionsfreie Arbeit mit der BIM-Planungsmethode transferierte das Büro JSWD als Pilot ihr eigenes, ursprünglich selbst in 2D geplantes Firmengebäude in ein 3D-fähiges BIM-Modell (Software: Autodesk Revit Architecture und RIB iTWO 5D). Foto: Jens Willebrand

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Integration von Kosten- und Ausschreibungstexten

Das 2000 von Jürgen Steffens, Olaf Drehsen und den Brüdern Konstantin und Frederik Jaspert gegründete Architekturbüro JSWD hat bis heute mehr als 50 Bauten in Deutschland und im europäischen Ausland erfolgreich realisiert. Mehr als 160 Mitarbeiter arbeiten zwischenzeitlich am Standort Köln und demnächst auch in Berlin. Zu den Kernkompetenzen von JSWD zählen Architektur und Stadtplanung, Generalplanung, Corporate Architecture sowie nachhaltiges Bauen. Durch Kooperationen mit führenden Büros, etwa in Frankreich, in Luxemburg, in den USA oder in China, entstehen erfolgreiche Bauprojekte rund um den Globus.

Als Basis für eine vollkommen durchgängige, weitestgehend kollisionsfreie Arbeit mit der BIM-Planungsmethode transferierte das Büro als Pilot ihr eigenes, ursprünglich selbst in 2D geplantes Firmengebäude in ein 3D-fähiges BIM-Modell. Dieses unterteilt sich in der BIM-Planungssoftware Revit von Autodesk in ein Architektur-, Fassaden sowie ein Rohbaumodell. In der Projekt- und Kostenmanagementsoftware iTWO 5D von RIB werden die Kosten und Ausschreibungstexte bereits ab Leistungsphase 2 teilautomatisiert auf Basis eigens konzipierter Vorlagen durchgängig mit dem Modell integriert.

„Da die Pläne, die wir stets geschossweise erstellen und mit Kosten- und Ausschreibungstexten verknüpfen, in etwa zu 90 Prozent der Realität entsprechen, können wir stets sehr exakte Massen daraus generieren“, erklärt BIM-Experte Arno Pollmanns. „Der Detaillierungsgrad ist dabei immer so hoch wie möglich, damit wir jedem einzelnen Element Einheits- und Gesamtpreise sauber zuordnen können. In Leistungsphase 5 wird mit Hilfe des iTWO-Objektbuchs stets kontrolliert, ob auch wirklich jedes Geometrieobjekt einen Preis hat“, fügt er hinzu.

 

Intelligente Contents für teilautomatisierte Prozesse

Pollmanns Aufgabe bei JSWD: In Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem BIM-Manager des Büros erarbeitet er intelligente Contents in der RIB-Software, die als Grundlage für diese Teilautomatisierung der Prozesse im Bereich Kosten- und Projektmanagement dienen. Rund zwei Jahre hat er an diesen oft sehr komplexen Inhalten für die BIM-Planung gearbeitet. Mit Hilfe dieses Grund-Contents sind die Mitarbeiter des Büros fortan in der Lage, auch bei neuen Aufgaben relativ schnell BIM-konform und durchgängig zu arbeiten. Es sind lediglich diejenigen Elemente manuell hinzuzufügen, die bislang noch kein fester Bestandteil der Content-Datenbank sind.


Durch diese Arbeitsweise, die unmittelbar nach dem Wettbewerb mit einem BIM-fähigen 3D-Modell beginnt und komplett auf zweidimensionale Pläne verzichtet, ist es dem Büro JSWD gelungen, zu rund 90 Prozent kollisionsfrei zu planen. Damit schaffen sich die Planer nicht nur eine relative Kostensicherheit, sondern auch Möglichkeiten, damit sie immerzu frühzeitig auf Änderungswünsche der Bauherren reagieren können. „Sind Anpassungen an der Fassade zu bewerkstelligen oder soll die Innenausstattung hinsichtlich der Qualitäten optimiert werden, so lässt sich dies anhand der Modelle in einem überschaubaren Zeitraum bewerkstelligen“, berichtet Arno Pollmanns. „Sofern gewünscht, können wir in späteren Leistungsphasen auch noch Zeitpläne hinzufügen.“
 

Bauprojekt Gymnasium Mering

Als Basis für eine vollkommen durchgängige, weitestgehend kollisionsfreie Arbeit mit der BIM-Planungsmethode transferierte das Büro JSWD als Pilot ihr eigenes, ursprünglich selbst in 2D geplantes Firmengebäude in ein 3D-fähiges BIM-Modell (Software: Autodesk Revit Architecture und RIB iTWO 5D).

Foto: Jens Willebrand

BIM-Modell des Büro- und Geschäftshauses am Maternusplatz in Köln. Durch diese Arbeitsweise, die unmittelbar nach dem Wettbewerb mit einem BIM-fähigen 3D-Modell beginnt und komplett auf zweidimensionale Pläne verzichtet, ist es dem Büro JSWD gelungen, zu rund 90 Prozent kollisionsfrei zu planen. Illustration: JSWD

Durchgängigkeit statt Medienbruch

Der BIM-Profi schätzt es besonders, dass er dank iTWO 5D sämtliche Informationen über nur ein Programm verwalten und steuern, sowie das Standardleistungsbuch verwenden kann. „Der vielleicht größte Vorteil ist, dass wir fortan nicht mehr mit Tabellenkalkulationssystemen arbeiten müssen und zahlreiche Medienbrüche vermeiden“, berichtet Pollmanns. Das übersichtliche Objektbuch in iTWO hilft ihm und seinen Kollegen dabei, stets zügig zu ermitteln, ob sämtliche Geometrieobjekte auch bemustert und bepreist sind. Die Pläne umständlich zu plotten, um die Vollständigkeit zu überprüfen, ist dank iTWO glücklicherweise nicht mehr erforderlich, was nicht zuletzt auch sehr viel Papier spart.
Der Wegfall der Medienbrüche und vor allem der zahlreichen Tabellen erleichtert gleichzeitig die Arbeit für die Anwender der IT-Lösung von RIB. Da die Software sehr komplex ist, ist es nach Angaben des BIM-Experten Pollmanns unabdingbar, das Team möglichst optimal zu unterstützen. „Es kommt beispielsweise auf die Qualität der Vorlagen an, die wir den Mitarbeitern zur Verfügung stellen - also ob diese am Ende des Tages auch mit der Lösung zurechtkommen“, weiß Pollmanns. „Daher sind wir als BIM-Team gefordert, unser angesammeltes Wissen herunterzubrechen und auf den unterschiedlichen Ebenen entsprechend zu verteilen.“
 

"Für die Zukunft wünschen wir uns, sämtliche 3D-Pläne mit an Projekten beteiligten Fachplanern möglichst optimal zusammenzuführen und somit auch im gesamten Planungsteam soweit es geht kollisionsfrei zu arbeiten. Erste Fachplaner liefern auch jetzt schon dreidimensionale Modelle. Die Grundsteine dafür haben wir mit den innovativen Ansätzen seines BIM-Teams und der Software iTWO 5D bereits gelegt und sind somit bestens für die Anforderungen der Zukunft gerüstet."

Arno Pollmanns, BIM-Experte über die Zusammenarbeit mit Fachplanern.

Vorteile durch iTWO

> weitestgehend kollisionsfreie Arbeit

> frühzeitig auf Änderungswünsche reagieren

> Kostensicherheit

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