Neuheiten in PONTI

Mit der Einführung der DIN EN 1992-2 zum 1. Mai 2013 werden die im Jahr 2003 eingeführten DIN-Fachberichte abgelöst. Damit geht eine 10-jährige Übergangszeit zu Ende, welche den Übergang von der DIN zu den endgültigen europäischen Regelungen erleichtert hat. Die DIN EN 1992-2 repräsentiert nun den Eurocode für Brücken mit dem zugehörigen Nationalen Anhang (NA) in Deutschland und stellt ein bauartübergreifendes, konsistentes Regelwerk dar, welches ebenso auf dem semiprobabilistischen Sicherheitskonzept mit Teilsicherheiten und Kombinationsbeiwerten basiert wie die bisherigen DIN-Fachberichte.

Bei dieser Normumstellung wurden nicht nur die formalen Berechnungs-, Bemessungs- und Konstruktionsregeln des übergeordneten europäischen Regelwerks für den Brückenbau übernommen. Im Rahmen der möglichen Grenzen wurde gleichzeitig auch Vorkehrungen getroffen, welche sich aus den zukünftig prognostizierten Anforderungen für Brücken ergeben. Dies schlägt sich im Wesentlichen durch die gleichzeitige Einführung eines zukunftsfähigen neuen Lastmodells nieder, welches gegenüber dem bisher gültigen Lastmodell LM1 als modifiziertes Lastmodell LMM bezeichnet wird.

Dieses Vorgehen ist vor allem durch die folgenden Fakten geprägt

  • Das prognostizierte Güterverkehrsaufkommen liegt deutlich über den bisherigen Annahmen
  • Die Entwicklung der neuen Lastbilder soll auch neue Fahrzeugkonzepte repräsentieren
  • Die Auslastung der Schwerlastfahrzeuge wird zukünftig höher anzunehmen sein
  • Die gemessenen SLW-Gesamtgewichte zeigen eine Tendenz zur Überladung auf, welche in Grenzen berücksichtigt werden soll
  • Der überproportionalen Zunahme der genehmigungspflichtigen Großraum- und Schwerlasttransporte

Damit die Auswirkungen des neuen Lastmodells auf die Bemessung von Brückenbauwerken sicherheitstechnisch und wirtschaftlich in vertretbaren Grenzen bleibt, wurden im deutschen Nationalen Anhang (NA) an verschiedenen Stellen für die bisher verwendeten Parameter Änderungen vorgenommen. Damit ergibt sich ein ausgewogenes neues Bemessungskonzept, welches die Anforderung des Eurocodes umsetzt und gleichzeitig die höheren Verkehrsanforderungen der Zukunft sowie einer wirtschaftlichen Brückenbemessung gerecht wird.

Brückenbauwerke sind die neuralgischen Punkte unserer Verkehrsinfrastruktur und erfordern deshalb eine besondere Aufmerksamkeit. Dem Erhalt der Brückenbauwerke muss ständig Rechnung getragen werden, damit unsere Gesellschaft mobil und das Verkehrsnetz als Rückgrat der Wirtschaft leistungsfähig bleibt. Diesem Sachverhalt kann man nur dadurch gerecht werden, dass bestehende Bauwerke ständig nachgerechnet, ertüchtigt oder ersetzt werden. Die dafür notwendigen Maßnahmen sind mittlerweile ebenso auf nationaler Ebene übergreifend geregelt und greifen sowohl die bisherigen als auch die jetzt neu eingeführten Lastmodelle und Bemessungsregeln auf.

Mit der Einführung der DIN EN 1992-2 in Deutschland verfügt die Softwarelösung PONTI jetzt über die entsprechenden Anpassungen hinsichtlich der Berechnung und Bemessung von Brückenbauwerken. Als ganzheitliche Lösung unterstützt PONTI nicht nur die Konzeption, Planung und Ausführung von Massiv-, Stahl- und Betonverbundbrücken, sondern bietet auch vielseitige Möglichkeiten der Bemessung, Optimierung, Nachrechnung und der Ertüchtigung von Brücken.

Änderungen gegenüber Grundnorm EN 1992

Welche generellen Änderungen und Erweiterungen gibt es in PONTI in Bezug auf die DIN-EN?

Welche Änderungen ergeben sich für Lasten und Lastkombinationen?

Welche bemessungsrelevanten Änderungen ergeben sich bei Betonbrücken?

Welche Änderungen ergeben sich in der Querkraftbemessung von PONTI?

Welche Erweiterungen ergeben sich in PONTI für die Brückennachrechnung nach NRR?

Produktinformationen

Mit der Brückenbaulösung PONTI lassen sich Massiv-, Beton- und Stahlverbundbrücken berechnen und bemessen

mehr zu PONTI

Mit der Brückenbaulösung PONTI lassen sich mit entsprecheden Erweiterungen Massivbrücken nachrechnen und ertüchtigen

mehr zur Brückennachrechnung

Silke Bauer

Ihr Kontakt zur RIB-Tragwerksplanung Silke Bauer Tel.: +49 711 7873-157 eMail: tragwerksplanung[at]rib-software.com





















Neu! Modifiziertes Lastmodell LMM

Gegegenüber den bisherigen Regelungen des DIN-FB 101 stellt die Bereitstellung des zukunfts- orientierten Lastmodells LMM eine wesent- liche Änderung dar.

Verfügbare Normen:

EN 1992-2 

DIN EN 1992-2 

ÖNORM B 1992-2 

CSN 1992-2  

NA to BS EN 1992-2

3-spuriges, modifiziertes Lastmodell LMM

Erhöhte Anforderungen bei Brückenlasten

Im Lauf der Zeit haben sich die Anforderungen an Brückenbauwerke ständig erhöht, was zwangsläufig auch zu höheren Beanspruchungen in den einzelnen Brückenbauteilen führt. Zunehmend wurde dabei auch die Verkehrsführung in den verwendeten Lastbildern abgebildet. Das neue Lastmodell LMM berücksichtigt heute eine 3-spurige Verkehrsführung und Kombiverkehr!  Es lässt sich in PONTI bei der Lastgenerierung über die zur Verfügung stehenden Lastmakros sehr komfortabel anwenden.
 

Entwicklung der Lastmodelle für Brücken

Regelwerke in Umfeld des Brückenbaus

Die Einführung des neuen Lastmodells wurde u.A. von der prognostizierten Entwicklung des Schwerlastverkehrs beeinflusst. Das stark anwachsende Verkehrsaufkommen im Bereich des Güterverkehrs hat auch eine merkbare Auswirkung auf den Brückenbestand. In dieser Hinsicht bilden die Regelwerke für den Neubau, für die Nachrechnung und die Erfassung von Schwerlasttransporten einen Zusammenhang, wenn der Lebenszyklus von Brückenbauwerken betrachtet wird. Mit den entsprechenden Programm-Modulen lasst sich mit PONTI die gesamte Lebensdauer eine Brücke abbilden! 

Interaktion von Normen & Richtlinen


Social Bookmark: