Überschaubare Gesamtplanung als Basis für die Bauausführung

Die Gesamtstrecke von insgesamt 73 Kilometern Länge wurde auf insgesamt 26 Bauabschnitte von jeweils rund sechs Kilometern Länge unterteilt.

Die Gesamtstrecke von insgesamt 73 Kilometern Länge wurde auf insgesamt 26 Bauabschnitte von jeweils rund sechs Kilometern Länge unterteilt.

Das bauausführende Team arbeitete bei dieser Maßnahme mit dem RIB-Softwaresystem STRATIS. Bodenkoordinator Achim Hübschmann: "Der größte Vorteil ist der vielseitige Arbeitsbereich der Software, der sowohl Korrekturen von Details auf einfache Weise ermöglicht, als auch komplexe Neuplanungen und Berechnungen mit Hilfe von Querprofilen und digitalen Geländemodellen.

Das bauausführende Team arbeitete bei dieser Maßnahme mit dem RIB-Softwaresystem STRATIS. Bodenkoordinator Achim Hübschmann: "Der größte Vorteil ist der vielseitige Arbeitsbereich der Software, der sowohl Korrekturen von Details auf einfache Weise ermöglicht, als auch komplexe Neuplanungen und Berechnungen mit Hilfe von Querprofilen und digitalen Geländemodellen.

Die Bundesautobahn A1 Hamburg Bremen wird zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz von vier auf sechs Spuren ausgebaut.

Die Bundesautobahn A1 Hamburg Bremen wird zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz von vier auf sechs Spuren ausgebaut.

Konzessionsprojekt „Betreibermodell Bundesautobahn A1 Hamburg-Bremen“
Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland wird die stark befahrene Autobahn A1 derzeit zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz von vier auf sechs Spuren ausgebaut. Spätestens zu Beginn des Jahres 2013 soll der fließende Verkehr auf diesem Streckenabschnitt von den zusätzlichen Spuren aktiv profitieren. Seit August des Jahres 2008 läuft das Konzessionsprojekt „Betreibermodell Bundesautobahn A1 Hamburg-Bremen“. Es ist eines von vier so genannten A-Modellen zum Autobahnausbau in Deutschland. Bei diesen Modellen erbringen und finanzieren private Unternehmen – hier die Projektgesellschaft A1 mobil, deren Gesellschafter die Bilfinger Berger Project Investments GmbH, die Laing Infrastructure Ltd. und die Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG sind, -Planung, Ausbau, Betrieb und Erhaltung von Strecken im Auftrag der öffentlichen Hand. Die Leistungen sind über einen 30-jährigen Konzessionsvertrag vereinbart. Zur Refinanzierung erhält der Konzessionsnehmer einen monatlichen Anteil der auf der entsprechenden Strecke anfallenden LKW-Maut.

Die Investition für den Ausbau der 73 Kilometer langen Strecke beläuft sich auf rund 650 Millionen Euro. Um eine hohe Verkehrssicherheit im Baustellenbereich zu gewährleisten, wurde die Gesamtstrecke auf insgesamt 26 Bauabschnitte von jeweils rund sechs Kilometern Länge unterteilt. Dabei werden aneinander angrenzende Abschnitte jeweils zeitlich versetzt ausgebaut. Somit sind jeweils circa sechs Kilometer Autobahn stets baustellenfrei.

Neue Fahrbahn auf altem Unterbau
Auf dem 73 Kilometer langen Streckenabschnitt entsteht eine neue Fahrbahn aus Asphalt und Beton. Aus dem Planfeststellungsverfahren ging hervor, dass im Rahmen der Maßnahme sowohl die Verschleißschicht der Fahrbahn in Höhe von vier Zentimetern auf der gesamten Strecke abgetragen als auch eine Optimierung der Gradiente vorgenommen werden muss. Eine Reihe von existierenden Bauwerken soll unverändert erhalten bleiben, so dass unter anderem das minimal erforderliche, lichte Raumprofil berücksichtigt wird. Weiter wird das Querprofil den Vorschriften entsprechend mit einer Querneigung von mindestens 2,5 % angepasst werden.

Da verschiedene, große Teile des bestehenden Unterbaus noch tragfähig sind, fiel die Entscheidung der Unternehmen auf eine Weiterverwendung des noch stabilen Unterbaus. Auf diese Weise können sowohl Materialien als auch Zeit eingespart werden. Eindeutig eine wirtschaftlichere und ökologischere Variante, als die Straße vollständig aus- und wieder einzubauen. Aber dabei gleichzeitig eine Herausforderung in Planung und Ausführung, die es für die Bauunternehmen zu meistern galt. Moderne Technik – das so genannte Profilfräsen – kam bei dieser Maßnahme zum Einsatz.

Planung mit allen Details

Bodenkoordinator Achim Hübschmann bei Johann Bunte berichtet: „Unsere Partner und wir wurden im Rahmen dieser Maßnahme mit für ausführende Bauunternehmen unüblich vielen Planungsaufgaben betraut. Zum einen, da die Fahrbahn zuletzt in den Neunziger Jahren vermessen wurde und somit eine Vielzahl von Ausbesserungen innerhalb der Daten, die wir vom Auftraggeber erhalten haben, noch nicht berücksichtigt waren. Diese machen sich etwa in Höhendifferenzen von fünf bis teilweise acht Zentimetern bemerkbar. Ein anderer Punkt ist die Entwurfsplanung, die uns nicht in dem Detaillierungsgrad vorlag, den wir für eine optimale Anpassung der neuen Gradiente an alle Bestandsbauwerke benötigten.“

Das bauausführende Team arbeitete bei dieser Maßnahme mit dem RIB-Softwaresystem STRATIS für Straßen-, Tiefbau und Infrastrukturmanagement. Der größte Vorteil, wie Achim Hübschmann berichtet, ist der vielseitige Arbeitsbereich der Software, der sowohl Korrekturen von Details auf einfache Weise ermöglicht, als auch komplexe Neuplanungen und Berechnungen mit Hilfe von Querprofilen und digitalen Geländemodellen. Und, was vielleicht am wichtigsten ist, eine intuitive Zusammenführung für eine überschaubare Gesamtplanung als Basis für die Bauausführung.

Höhenlage exakt ermittelt

Für die neue Gradiente und die Anpassung der Bestandsbauwerke an diese war das digitale Geländemodell eine sehr große Hilfe. Die Fahrbahn entsprach mit einer Querneigung von 1,9 bis 2,1 % nicht den aktuellen Richtlinien im Straßenbau wie RAS-L und RAA. So sind heute 2,5 % Neigung vorgeschrieben, um eine optimale und vor allem verkehrssichere Entwässerung sicherzustellen. Die Gefälleunterschiede machten mit eine der größten Herausforderungen der Maßnahme aus. Schließlich musste die Fahrbahn in unterschiedlichem Maße für die neue Strecke abgefräst werden. Durch die optimierte Querneigung variierte die Frästiefe zwischen 4 und 12 cm. Zwei digitale Geländemodelle, die die Experten in STRATIS erstellten, zeigten die Unterschiede der alten gegenüber der neu zu errichtenden Fahrbahn exakt auf. Auf diese Weise konnte die neue Höhenlage in Relation zum Bestand und zu allen Bestandsbauwerken ermittelt werden. Der Bestand wurde streckenweise bis zu einem Meter überbaut und bis zu 40 Zentimeter abgetragen. Diese Daten konnten die Teams aus der Software STRATIS direkt an die Maschinensteuerung transferieren. Das Ergebnis – die Bauausführung ist durchgehend stimmig.

Flexible Fahrbahnverbreiterung

Die Querprofile in STRATIS unterstützen die Verbreiterungsmaßnahmen der Fahrbahn. „Besonders komfortabel ist die Querprofil-Lösung, die uns ermöglicht, alle auszuführenden Aufgaben und Aufgabenteile zu entwickeln und übersichtlich innerhalb eines Plans zusammenzuführen“, erklärt Hübschmann. Regelquerschnitte konnten als individuelle Bausteine abgespeichert und jederzeit verwendet und angepasst werden. So war die bauausführende Arbeitsgemeinschaft in der Lage, die Fahrbahn sowie Gräben, Mulden, Lärmschutzwände und andere Erweiterungen der A1 mit eigener Achsführung und Höhenabwicklung sowohl in getrennten Querprofil-Projekten einzeln zu erarbeiten und schließlich auch logisch und einfach zu einem einzigen Gesamtquerschnitt zusammenzuführen. Ein Faktor, der den Ingenieuren nicht nur dabei hilft, Zeit zu gewinnen, sondern gleichzeitig für mehr Komfort bei der Arbeit sorgt.

Besonders durchgängig sind Planung und Ausführung freilich dann, wenn ein Planungsbüro mit im Boot sitzt, das ebenso die RIB-Infrastrukturlösung innerhalb der Bauplanung umfassend einsetzt, wie es bei den Bauabschnitten 8, 10 und 12 sowie den gegenüberliegenden Abschnitten 21, 23 und 25 der Fall ist. Achim Hübschmann: „Hier arbeiten wir mit der SEHLHOFF GmbH zusammen. Das Unternehmen setzt die RIB-Software im Straßenbau ebenso wie wir bei Johann Bunte flächendeckend ein. Die Informationen können allesamt direkt über das RIB-Programm ausgetauscht werden. Ein Medienbruch, der zu Zeit- oder – bei unzureichender Schnittstelle – zu Datenverlusten führen kann, liegt hier keiner vor. Das heißt wir planen und bauen vollkommen durchgängig“, fasst der Bodenkoordinator der PPP-Maßnahme zusammen. 

Beteiligte Unternehmen:

Projektgesellschaft A1 mobil

Bilfinger Berger Project Investments GmbH

Laing Infrastructure Ltd.

Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG

Verwendete Softwarelösung:

STRATIS

 




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