Ein Baumanagement-System für alle Prozesse - Klebl Unternehmensgruppe

Klebl gehört mit insgesamt sechs Produktionsstätten in Deutschland zu den führenden Fertigteilproduzenten der Bundesrepublik.

Klebl gehört mit insgesamt sechs Produktionsstätten in Deutschland zu den führenden Fertigteilproduzenten der Bundesrepublik.

Mehr als 450 000 Tonnen Fertigteile produziert der Klebl-Konzern jährlich.

Mehr als 450 000 Tonnen Fertigteile produziert der Klebl-Konzern jährlich.

Das Neumarkter Bauunternehmen Klebl gilt als Experte für großer Logistik-, Produktions- und Distributionszentren mit konstruktiven Fertigteilen aus Beton. Durchgängige, vollkommen medienbruchfreie Prozesse sind ein Muß für die Unternehmensgruppe, weshalb das Unternehmen standortübergreifend Prozess- und Kostenmanagementsoftware von RIB einsetzt.

 

Brandenburg wird führender Papierlieferant in Europa
Die in Offenbach ansässige Progroup AG hat im brandenburgischen Eisenhüttenstadt den Bau der deutschlandweit größten Papierfabrik in Auftrag gegeben. Der Grund: Lieferengpässe bei Papieren in Deutschland sowie im gesamten mitteleuropäischen Raum. Diese ließen die Papierpreise explodieren – um bis zu 100 % pro Tonne. Eisenhüttenstadt soll damit zum führenden Standort der deutschen Papierindustrie werden, wenn ab März 2010 die Produktion in Brandenburg pünktlich startet. Den Auftrag für den Rohbau erhielt das Bauunternehmen Klebl aus dem oberpfälzischem Neumarkt, ein Experte in Deutschland, wenn es um die Realisierung großer Logistik-, Produktions- und Distributionszentren mit konstruktiven Fertigteilen aus Beton geht. Klebl gehört mit insgesamt sechs Produktionsstätten in Deutschland zu den führenden Fertigteilproduzenten der Bundesrepublik. Mehr als 450 000 Tonnen Fertigteile produziert der Konzern jährlich, und das völlig unabhängig von Witterungsbedingungen.

 

Klebl setzt starkes Signal
Das Auftragsvolumen für den Rohbau beträgt circa 46 Millionen Euro. Ein starkes Signal in Zeiten der Wirtschaftskrise, wie Wolfgang Kelch, Geschäftsführer der Klebl Baulogistik GmbH verlauten lässt. Insgesamt wird das Bauprojekt in den neuen Bundesländern auf 600 Millionen Euro geschätzt. Im Juni 2009 soll der Baukonzern das 390 Meter lange, 70 Meter breite und 32 Meter hohe Bauwerk soweit fertig gestellt haben, dass die Propapier PM2 GmbH & Co. bereits mit der Montage der Maschinen beginnen kann.

Mit Klebl hat die Progroup ein renommiertes Bauunternehmen für die Realisation der Produktionshalle ausgewählt: Denn das Mittelständische Neumarkter Unternehmen zählt mit einer Jahresbetriebsleistung von 360 Millionen Euro zu den 20 größten Bauunternehmen des Landes.

 

Rohbau mit Besonderheiten
Umso mehr müssen die Experten von Klebl im Rahmen dieses Projekts, das Chef Wolfgang Kelch nicht umsonst als Meisterleistung der Extraklasse tituliert, Größe zeigen. Denn der Zeitplan kennt weder Pausen noch Ruhephasen. Die Übergabe an den Schlüsselfertigbau war für August 2009 datiert. 220 Facharbeiter und Ingenieure arbeiteten durchschnittlich im Schichtbetrieb auf der brandenburgischen Großbaustelle. Jeden Tag wurden rund 2000 Kubikmeter Frischbeton, 150 Tonnen Stahl und bis zu 40 Klebl-Fertigteile mit einem Gewicht von circa 60 Tonnen in Eisenhüttenstadt angeliefert. Michael Staudinger, verantwortlicher Projektleiter auf der Baustelle, hatte gemeinsam mit seinem Team eine Reihe von Herausforderungen zu meistern, bevor die Papiermaschinen schließlich einziehen konnten. „Die Schwertransporte mussten jeweils zwei Wochen im voraus geplant und auch genehmigt werden“, erklärt er. „In Spitzenzeiten verbaute unsere Mannschaft hier um die 150 Tonnen Stahl. Rund 60.000 Kubikmeter Ortbeton haben wir insgesamt eingebaut“, führt er weiter aus. Für die riesige Deckenkonstruktion mit Tragelementen mit bis zu 35 Metern Länge, 2,50 Metern Breite, 1 Meter Höhe und einem Gewicht von fast 60 Tonnen orderte das Unternehmen einen speziellen Mobilkran, der für eine Tragfähigkeit von bis zu 750 Tonnen konzipiert wurde.

Der komplette Baumanagement-Prozess wird bei Klebl, softwaretechnisch durch die RIB-Softwarelösung ARRIBA unterstützt. „ARRIBA ist nicht ohne Grund Markt führend  in Deutschland“, berichtet Bernhard Heilmeier, bei Klebl verantwortlich für die unternehmensweite Implementierung, Betreuung und den Ausbau der technischen Software. „Wir profitieren davon, bei vielen Großprojekten Informationen mit Partnern direkt über das RIB-Datenformat austauschen zu können. Und auch wenn kein RIB-System beim Projektpartner installiert ist, sind wir dennoch in der Lage, stets vollkommen medienbruchfrei zu arbeiten, denn die Software spricht alle für den Bau erforderlichen Sprachen“, ergänzt er.

 

Standardisierte Vorgänge
Bei Klebl werden nahezu alle Projekte über GAEB eingelesen. Die Software bietet GAEB-90- sowie GAEB-2000-Kompatibilität. Nicht nur die internen Prozesse sondern auch der Datenaustausch zu den Partnerfirmen erfolgt innerhalb von ARRIBA. So werden die einzelnen Ausschreibungen mittels der Vergabezuordnung erstellt und in den Vergabeeinheiten gegliedert. Über die Datenart 83 werden die Leistungsverzeichnisse mit Positionsnummern, Kurz- und Langtext, Mengen und Einheiten elektronisch übermittelt. Die Partner wiederum liefern über die Datenart 84 die Einheits- und Gesamtpreise. Diese Vorgänge, sowie auch das Aufmaß nach REB 23003 Datenart 11 für den Bauherrn zur Abrechnung und die Subkontraktoren zur Rechnungsprüfung sind bei Klebl standardisiert und bieten Zeit- und Kostenvorteile innerhalb des gesamten Projektmanagementprozesses.

 

Ein System für alle Aufgaben
ARRIBA ist nach Aussagen der Neumarkter Unternehmensgruppe ein umfassendes Programm, das alle Projektprozesse durchgängig abdeckt, weshalb das Unternehmen im gesamten Abwicklungsprozess mit nur einer Software, nämlich dem RIB-System, arbeitet. Doch bedeutet das nicht auch erheblichen Aufwand für die bei Klebl verantwortlichen Projektmitarbeiter? Denn schließlich müssen sie die Funktionalitäten perfekt beherrschen. Dies verneint Bernhard Heilmeier klar, denn Kalkulatoren, Bauleiter, Verantwortliche für Ausschreibung und Vergabe von Nachunternehmerleistungen sowie kaufmännische Projektmanager arbeiten in der Regel nur mit einzelnen Komponenten des Gesamtsystems. Während Kalkulatoren vor allem Angebote erstellen und Leistungsverzeichnisse (LVs) vergleichen und LV-Positionen generieren – schließlich müssen für eine durchgängige Projektübersicht sämtliche Änderungen auf Bauherrenseite direkt in die Kalkulation einfließen – konzentrieren sich Bauherren primär auf die Nachtragsbearbeitung und Erstellung. Die für Ausschreibung und Vergabe verantwortlichen Teams bei Klebl haben ihren Schwerpunkt im Vergleich und in der Wertung von Nachunternehmerpreisen. Sie arbeiten hauptsächlich mit Preisspiegeln im System und ändern die Status des Projekts von Vergabe nach Auftrag. Schließlich wickelt das kaufmännische Projektmanagement die Rechnungsprüfung ab und verwaltet Nachträge der Nachunternehmer.

„Haben sich die Kollegen in einzelne Komponenten des Gesamtsystems eingearbeitet, ist es für sie nicht schwer, auch andere Bausteine zu bedienen“, führt Heilmeier weiter aus. Und damit das gesamte Team jederzeit auf dem aktuellen Wissensstand ist, nehmen die Anwender seit 2001 regelmäßig an Unternehmenstrainings direkt in Neumarkt teil.

 

Höchstes Sicherheitsniveau
In Eisenhüttenstadt verwaltete Frau Sandra Schlenk den kaufmännischen Projektprozess direkt von der Baustelle aus. „Die Software ist zentral in unserer Hauptgeschäftsstelle in Neumarkt implementiert“, erklärt Heilmeier. „Über Terminalserver greifen die Projektmanager vor Ort auf das System zu und bearbeiten ihre Projekte auf höchstem Sicherheitsstandard.“ „Denn Zuverlässigkeit und Sicherheit im Projektmanagement sind Voraussetzung, um komplexe Bauprojekte, wie den Bau der neuen Papierfabrik, erfolgreich zu meistern“, weiß auch die junge Bauingenieurin.

Beteiligte Unternehmen

Klebl Unternehmensgruppe

Verwendete Softwarelösung

 ARRIBA bauen

 

 




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