Durchgängig belastbar - Dipl.-Ing Rolf Müller

Mit Unterstützung durch die RIB-Software konnten die Ingenieure sicher stellen, dass das 50er-Jahre-Bauwerk den heutigen Belastungen Stand hält und ddie Brücke außerdem an alle heutzutage erforderlichen Standards adaptieren.

Mit Unterstützung durch die RIB-Software konnten die Ingenieure sicher stellen, dass das 50er-Jahre-Bauwerk den heutigen Belastungen Stand hält und ddie Brücke außerdem an alle heutzutage erforderlichen Standards adaptieren.

Das Ingenieurbüro war in der Lage, verschiedene Systemänderungen auf einer Zeitachse innerhalb des Programms zu simulieren.

Das Ingenieurbüro war in der Lage, verschiedene Systemänderungen auf einer Zeitachse innerhalb des Programms zu simulieren.

Im Herbst 2009 konnte die sanierte und für höhere Anforderungen ertüchtigte Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Im Herbst 2009 konnte die sanierte und für höhere Anforderungen ertüchtigte Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Nach erfolgreicher Ertüchtigung können moderne Traktoren, Mähdrescher und andere Fahrzeuge, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, die Brücke Gamerschwang wieder sicher befahren.

Nach erfolgreicher Ertüchtigung können moderne Traktoren, Mähdrescher und andere Fahrzeuge, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, die Brücke Gamerschwang wieder sicher befahren.

Die Sanierung der Ehinger Brücke Gamerschwang bei Ulm ist eine enorme Herausforderung für Tragwerksplaner, Bauleiter und Bauausführer gleichermaßen. Exakte Berechnungen und Feinarbeit in jeder Projektphase sind Voraussetzung, dass das 50er-Jahre-Bauwerk den heutigen Belastungen Stand hält. Mit Hilfe zeitgemäßer Softwaresysteme können die Projektpartner die Brücke an alle heutzutage erforderlichen Standards adaptieren. Und nicht zu vergessen: Die Software bietet auch Entlastung bei den komplexen Aufgaben.

50 Milliarden Euro werden in den nächsten Jahren in die Instandsetzung von Straßen- und Brücken in Deutschland investiert: So die Prognose des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Höheren Lasten standhalten
Auch die im Jahre 1959 errichtete Brücke Gamerschwang nahe Ulm fällt unter die Bauwerke, die eine Sanierung erfordern. In den Fünfzigern wurde das Bauwerk ursprünglich für eine Belastung durch 12 Tonnen schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge realisiert. Doch in diesem Bereich hat sich bis heute einiges getan, sodass moderne Traktoren, Mähdrescher und andere Fahrzeuge, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, zwischenzeitlich bis zu 20 Tonnen Last auf die Brücke bringen. Aus diesem Grund erforderte der Auftraggeber, die Stadt Ehingen vom Ingenieurbüro Rolf Müller, das mit den tragwerksplanerischen Maßnahmen betraut wurde, die Brücke nach Instandsetzung für zukünftige Belastungen zu ertüchtigen.

Dipl.-Ing. Rolf Müller, der gemeinsam mit Prüfingenieur Karl-Heinz Nissle aus Böblingen die Aufmaßarbeiten durchführte, erklärt, dass die in den Fünfzigern bereits gültige Norm DIN 1072 keine Temperatur- und Setzungslastfälle beinhaltete, weshalb diese Berechnungen beim Bau der Brücke entsprechend nicht vorgenommen wurden. Aus diesem Grund weist die Brücke an verschiedenen Stellen Risse auf, deren Verhältnis zu den Spanngliedern die Ingenieure in einem ersten Schritt erfassten. „Eine Sanierung war überhaupt nur deshalb möglich, da die Spannglieder bis auf eine einzige Stelle unbeschädigt waren“, berichtet Müller. An dieser Stelle fanden die Ingenieure vollkommen zermahlenen Beton, 1 Millimeter gegeneinander versetzte Stege sowie schubmäßig nach unten verlegte Träger vor. Selbstverständlich wurde nach dieser ersten Diagnose vor Ort der Verkehr über die Brücke Gamerschwang sofort gestoppt.

Upgrade unterstützt Konzeption
Mit der RIB-Software PONTI, einem FEM-System für Massivbrücken aus dem RIBTEC-Produktportfolio, war Rolf Müller in der Lage, alle Einzellastfälle zu berechnen sowie die schiefen Hauptzugspannungen der Brücke effizient nachzuweisen. Speziell für die nun dringend erforderliche Sanierungsmaßnahme entschied der Geschäftsführer, sein Softwaresystem um die Programmoption RTbetonverbund für die durchgängige Bearbeitung von Verbundfertigteilbrücken zu ergänzen. Denn schließlich war viel rechnerische Vorarbeit für den nachträglichen Auftrag von Ortbeton sowie für die externen auswechselbaren Spannglieder notwendig. Nur so hält die Brücke später auch den gewünschten 20 Tonnen zu jeder Zeit stand.

Mit der Ausführung begann die Josef Hebel GmbH & Co. KG aus Memmingen im März 2009. Im ersten Schritt wurde hier rund 1 Zentimeter Beton mit Hilfe des Hochdruckwasserstrahl-Verfahrens (HDW) auf der Brücke abgetragen. Diese Vorgehensweise zeichnet sich durch einen hohen Preis aus und bringt im Weiteren eine erhebliche Lärmbelastung mit sich. Doch sie hat durchaus ihre Vorteile: „Mit dem HDW-Roboter kann der Beton nicht nur erschütterungsfrei abgetragen werden“, weiß der Ingenieur aus Ulm. „Der Bauausführer kann außerdem den Restbeton direkt zur weiteren Betonage verwenden.“

Besonderheiten in Planung und Ausführung
Zur Sanierung der vor 50 Jahren vorgespannten Brücke sollte eine zusätzliche Ortbetonschicht auf der Fahrbahn und eine zwischen den Hauptträgern liegende externe Vorspannung aufgebracht werden. Die Berechnung für dieses neue Sanierungskonzept war nicht einfach, doch Rolf Müller und sein Team sind mit zuverlässigen Werkzeugen ausgestattet, die Ihnen bei Aufgaben wie diesen eine umfassende Unterstützung bieten. „Mit RIB-Software sind wir in der Lage, verschiedene Systemänderungen auf einer Zeitachse innerhalb des Programms zu simulieren“, berichtet er. „Das Upgrade unseres Brückenbausystems PONTI auf RTbetonverbund war ein voller Erfolg für diese komplexe Maßnahme“, führt er weiter aus.

Die Ausführung stellte sich ebenso nicht leicht dar. Die externen Spannglieder, die außerdem auswechselbar sein sollten, bildeten eine Herausforderung für die gesamte Baustellencrew. Rolf Müller erzählt, dass diese als komplette Fertigteile auf die Ehinger Baustelle geliefert wurden. Für die Kernbohrung entstand eine besonders angelegte Baugrube unterhalb der instand zu setzenden Brücke. Die Stähle zu durchbohren war keine leichte Aufgabe für den Bauausführer aus dem Allgäu, der sich dieser mit Bravour gestellt hat.

Projektsteuerung leicht gemacht
Im Fall der Brücke Gamerschwang war Dipl.-Ing. Rolf Müller neben dem Konzept für die Tragwerksplanung für die Bauleitung verantwortlich. Schließlich wickelt das Ulmer Büro Projekte für öffentliche Auftraggeber von Ulm bis hin zum Bodensee ab. Auch hier vertraut der Ingenieur auf Softwaresysteme von RIB. „Die Projektsteuerung haben wir vollständig mit der Lösung für AVA- und Projektsteuerung von RIB vollzogen“, erzählt er. „Von der Ausschreibung über die Preisspiegelerstellung bis hin zur Rechnungsprüfung und dem Nachtragsmanagement.“ Da das Büro hauptsächlich Projekte für die Öffentliche Hand realisiert, hilft den Ingenieuren die Software insofern, dass sie in der Lage sind, Leistungsverzeichnisse direkt aus der technischen RIB-Software an ihre Auftraggeber zu übergeben. Schließlich kommt das Projektsteuerungssystem von RIB bei einer Vielzahl der Straßenbauverwaltungen in Baden-Württemberg und Bayern zum Einsatz. „Ferner profitieren wir auch von Informationen aus früheren Projekten. Ob Bauleitung oder Tragwerksplanung, wir wissen, dass wir uns auf die Lösungen aus dem Hause RIB stets verlassen können“, fasst Müller zusammen.

Erfolgreiche Ertüchtigung
Im Herbst 2009 konnte die sanierte und für höhere Anforderungen ertüchtigte Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zwischenzeitlich sind im Ingenieurbüro von Rolf Müller weitere Brückensanierungen in der bewährten Vorgehensweise angegangen worden. Zu den Sanierungsmaßnahmen bei einem Brückenbauwerks gehört darüber hinaus eine entsprechende Nachsorge. Bei entsprechenden Nachmessungen konnten sich die Ingenieure nachträglich davon überzeugen, dass auch an kritischen Stellen im Bauwerk keine Risse entstanden sind, und somit das gewählte Konzept für die Ertüchtigung als Erfolg betrachtet werden kann. „Diese Erfahrung können wir zur Verfeinerung unserer Lösungsansätze bestens weiter verwenden“, meint Rolf Müller im Rückblick auf dieses knifflige Brückenbauprojekt.

Verwendete Softwarelösungen:

PONTI

RTbetonverbund

technische ERP-Lösung für Bauplanung

 

 




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