RIB mit Brückenbauseminaren erfolgreich

Vom 11. bis 20. November veranstaltete das Stuttgarter Bausoftwareunternehmen eine Seminarreihe an vier Standorten zu den neusten Trends und Techniken im Brückenbau. Mehr als 70 Teilnehmer haben sich an den halbtägigen Intensivkursen beteiligt, um die Neuerungen im Brückenbau an praktischen Beispielen kennen zu lernen. In den Seminaren wurden neue Bemessungstechniken, spezielle Praxislösungen für Massivbrücken sowie Möglichkeiten der Modellbildung bei Verbundbrücken und die Besonderheiten der neuen Nachrechnungsrichtlinie für Straßenbrücken vorgestellt. Der intensive fachliche Austausch hat gezeigt, dass die vorgestellten Lösungen durchaus Themen betreffen, welche in der Welt des Brückenbaus derzeit im Brennpunkt stehen.
 

Erweiterungen zur neuen Nachrechnungsrichtlinie

Mit der Einführung der neuen Fassung der Nachrechnungsrichtlinie sind verschiedenen Erweiterungen in der Nachweisführung verbunden, welche vor allem die Tragfähigkeits- und Ermüdungsnachweise für Querkraft und Torsion betreffen. Diese Neuerungen sind in verschiedenen Fachveranstaltungen der Öffentlichkeit [1,2] vorgestellt worden und mittlerweile in PONTI 15.0 enthalten.

[1] J.Hegger, R.Maurer, K.Zilch, G.Rombach: 2. Entwurf Schlussbericht (BASt), RWTH Aachen, 2014.

[2] J.Hegger, R.Maurer, K.Zilch, G.Rombach: Beurteilung der Querkraft- und Torsionstragfähigkeit von Brücken im Bestand - Kurzfristige Lösungsansätze, 1.Brückenkolloquium, Technische Akademie Esslingen, 2014. 

Querkraft- und Torsionstragfähigkeit

Ermüdungsnachweis Querkraft- und Torsion

Neu: Nachrechnung von schlaff bewehrten Plattenbrücken

Der Zustand von Deutschlands kommunalen Brücken ist alarmierend. Der Grund: Wie größere Talbrücken sind auch die kleineren Plattenbrücken fortwährend höheren Verkehrslasten ausgesetzt. Um eine Sanierung speziell für diesen Sektor entsprechend der Anforderungen der Nachrechnungslinie zu ermöglichen, hat die RIB Software AG das Programmsystem PONTI in der aktuellen Version 13.0 um die Nachrechnung von Flächentragwerken erweitert.

Damit lassen sich mit dem FEM-Systems PONTI für den Brückenbau die nun auch verschiedenste Nachweise für die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Ermüdung (Biegung und Querkraft) für Plattenbrücken nach den Anforderungen der Nachrechnungsrichtlinie über Kenngrößen bewerten und einstufen. Die neuen Nachweise für Flächentragwerke lassen sich auch bei vorgespannten Brückensystemen einsetzen, wenn z.B. eine in Querrichtung schlaff bewehrte Fahrbahnplatte nachgerechnet und bewertet werden.
 

Nachrechnung von Straßenbrücken

Im Bundesfernstraßennetz befinden sich z. Zt. ca. 38.000 Brückenbauwerke, von denen ca. 11.000 Brücken im nachgeordneten Straßennetz (Überführung von Landes-, Kreis-, Gemeinde- und Stadtstraßen) liegen. Es verbleiben ca. 26.500 Brücken im Bundesfernstraßennetz, die in der überwiegenden Mehrzahl der Bauwerke  für die BK 60 und BK 60/30 nach DIN 1072 bemessen sind. Der Brückenbestand in den alten Bundesländern wurde zum großen Teil im Zeitraum 1960-1985 gebaut, deren Zustand sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert hat.

Spannbetonbrücken, die vor 1980 gebaut wurden, weisen bereits heute erhebliche Mängel auf. Der Grund: die nicht vorhersehbare, überproportionale Zunahme des Schwerverkehrs sowie hoher Verschleiß, Korrosion und Schädigung der Materialien durch mechanische Beanspruchungen und Umwelteinflüsse. Bei älteren Brückenbauwerken bis 1979 wurden darüber hinaus Temperatureinwirkungen nicht berücksichtigt und generell zu geringe Querkraftbewehrungen eingelegt sowie bei Koppelfugen keine Ermüdungsnachweise geführt. Laut „Welt Online“ und "Mot-Bau" sind ca. 300 Brücken sofort sanierungsbedürftig! Auch die Studie „Ersatzneubau Kommunale Straßenbrücken“ welche im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) erstellt wurde, zeigt den dringenden Handlungsbedarf auch bei kommunalen Straßenbrücken auf. 

Alles in allem ingenieurwissenschaftliche Erkenntnisse, die jetzt umfassend in der mehrstufigen Nachrechnungsrichtlinie (NRR) Berücksichtigung finden, welche Ende Mai 2011 veröffentlicht wurde. Aufgrund der hohen Kundennachfrage haben wir unser Softwaresystem PONTI® an diese neuen Anforderungen angepasst und können bereits jetzt für die Stufen 1 und 2 die Restsicherheit und die Restnutzungsdauer bestimmen. In verschiedenen Pilotprojekten hat sich gezeigt, dass ältere Brücken im Bestand damit effizient nachgerechnet werden können. Unser Ziel ist es, diese Lösung noch auszubauen und für eine Schadensanalyse weiter zu perfektionieren. Am 25.10.2011 werden die wesentlichen Aspekte für die Nachrechnung von Straßenbrücken in einem Praxis-Seminar an der Technischen Akademie in Esslingen (TAE) vorgestellt.

Die Anwendung der Programmoption von PONTI® zur Nachrechnung von Brücken zeichnet sich durch folgende  besonderen Merkmale aus:

  • individuelle Anpassung der Ziellastniveaus,  Teilsicherheiten auf der Einwirkungs- und Widerstandsseite sowie Bemessungsparameter
  • Nachweisführung nach DIN-Fb mit übersichtlicher Darstellung der Ausnutzungsgrade für alle Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Ermüdung
  • alternative Nachweisführung nach DIN 4227 für alle Nachweise der Tragfähigkeit und Koppelfugen II
  • Nachweis des Ankündigungsverhaltens nach Handlungsanweisung integriert in den Berechnungsablauf der Nachweisführung nach DIN-Fb
  • Bestimmung der Restsicherheit zum Zeitpunkt der Rissbildung
  • Bestimmung der Restnutzungsdauer aus dem schadensäquivalenten Ermüdungsnachweis
  • Brückenverstärkung mit zusätzlicher externen Vorspannung
  • Ausgabe der Bemessungsergebnisse in der Excel-Vorlage der BAST, derzeit ohne eine Berücksichtigung der Schubbemessung und der Querrichtung 

Für die Ertüchtigung von Brücken stehen leistungsfähige Programmoptionen zur Verstärkung der Brückentragwerke mittels Aufbeton, externer Vorspannung etc. zur Verfügung

Produktinformationen

NEU: PONTI® Brückennachrechnung führt die wesentlichen Nachweise, welche sich aus den Kriterien der Richtlinie zur Nachrechnung von Brücken aus der Stufe 1 und 2 ergeben. Dabei werden die Verweise auf die Handlungsanweisung zur Überprüfung und Beurteilung von älteren Brückenbauwerken, die mit vergütetem, spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl erstellt wurden, ebenfalls berücksichtigt. mehr zu PONTI® Brückennachrechnung

Erweiterungen zur Nachrechnungsrichtlinie in PONTI® Version 12.0

Unter welchen Bedingungen darf die Nachrechnungsrichtlinie eingesetzt werden?

Warum ist die Nachrechnungsrichtlinie wichtig?

Wann sollte nach Nachrechnungsrichtlinie bemessen werden?

Welche Modellierungsstufen sind zu berücksichtigen?

Was sind die wesentlichen Funktionen in PONTI® Brückennachrechnung?

Was bedeutet Restnutzungsdauer?

Was bedeutet Spannungsrisskorrosion?

Welche Fachinformationen sind bei der Nachrechnung von Brücken wichtig?

Wie kann eine Brücke mit PONTI® ertüchtigt werden?

Wie erfolgt die Aktualisierung der Programme für die Nachrechnungsrichtlinie?

Silke Bauer

Ihr Kontakt zur RIB-Tragwerksplanung Silke Bauer Tel.: +49 711 7873-157 eMail: tragwerksplanung[at]rib-software.com

Fachseminar Brückenbau in Leipzig

Jetzt neu: NRR für Plattenbrücken

Die Programmerweiterungen erlauben jetzt vollständige Nachweise für Flächentragwerke nach Stufe 1 und 2:

NRR-Nachweise im GZT, GZG & GZE

Grafische Auswertung als Werte & Isolinien

Ausnutzung als Übersicht

Ausnutzung in Bewehrungsrichtung

Nachweise für Biegung und Querkraft 

Kurzliste mit wesentlichen Informationen

Detailliste für ausführliche Nachweise

NRR-Nachweise als Kurzliste

NRR-Nachweise  als Detailliste

Informationen zur Brückennachrechnung 

Gekrümmte, schiefwinklige Plattenbrücke

1. Brückenkolloquium

Beurteilung, Ertüchtigung und Instandsetzung von Brücken

24. und 25.Juni 2014 TAE (Ostfildern) 

Tagungsbeitrag RIB Engineering GmbH

> Pressemitteilung zum Kolloquium lesen

Tagungsveranstalter und Teilnehmer
Einführung durch Prof.Krüger, BAST

VSVI-Seminar
Brückenertüchtigung

Sind unsere Brücken fit für die Zukunft?  

05.03.2013 (Leinfelden-Echterdingen) 

Tagungsbeitrag RIB Engineering GmbH

Vortrag RIB Engineering GmbH

Pressemitteilung zum Seminar lesen 

Einführung BD Marcel Zembrot, MVI BW
Teilnehmer VSVI-Seminar, Filderhalle LE


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